Sonntag, 25. September 2022
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Halbzeit bei Schwebenried/ Schwemmelsbach 2: „Ich möchte nicht nach einem Jahr mit einem Abstieg gehen!“

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SCHWEMMELSBACH – Kein Sieg, nur ein Remis nach 17 von 26 Partien: Lediglich die auch nicht gerade durchstartenden Sömmersdorfer als Vorletzter sind für die DJK Schwebenried/ Schwemmelsbach 2 in der Schweinfurter Fußball-Kreisliga 1 noch halbwegs in Reichweite. Doch es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn das Team in den letzten neun Partien den direkten Abstieg noch vermeidet.

Trainer Andres Wolf, 36 Jahre alt, wohnhaft in Ottendorf und beruflich Einkäufer bei ZF, stellte sich dennoch den Fragen.

Mit welcher Schulnote würdet Ihr die erste Serie der Saison bewerten und warum?
Andreas Wolf: Beim Blick auf die Tabelle erübrigt sich diese Frage wohl. Ich möchte dennoch hier von einer Bewertung absehen. Aufgrund vieler unglücklicher Umstände und einer Verletztenmisere in allen drei Mannschaften, wie ich sie bisher weder als Spieler noch als Trainer erlebt habe, mussten wir in der Kreisliga leider viele Spiele mit einem Großteil von Spielern der 3. Mannschaft und aus der B-Klasse bestreiten.

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Welches war das bisher beste Spiel?
Andreas Wolf: Ich würde das Spiel gegen die starke Mannschaft aus Abtswind direkt vor der Winterpause hervorheben. Trotz letztem Aufgebot haben super dagegen gehalten und eklig gespielt. Leider konnten wir uns aufgrund eines späten Doppelpacks von Spielertrainer Patrick Gnebner nicht belohnen. Ein 0:0 gegen die Spitzenmannschaft wäre wichtig für Moral gewesen. Dennoch nehmen wir für die Rückrunde das Positive aus diesem Spiel mit.

Welches war das bisher schwächste Spiel?
Andreas Wolf: Ganz klar, das Rückspiel gegen Mühlhausen/ Schraudenbach, wo wir in der Hinrunde unseren bisher einzigen Punkt geholt haben. Wir haben uns zuhause viel vorgenommen und gehen dann mit 0:6 in die Halbzeit. Positiv war, dass wir nach einem kleinen Halbzeitgewitter zumindest die zweite Halbzeit offen gestalten und mit 1:0 für uns entscheiden konnten.

Was kann Dein Team, was andere nicht können?
Andreas Wolf: Nach Niederlagen wieder aufstehen! Wie oben erwähnt, haben wir aufgrund zahlreicher Umstände einen Kader, der in der Kreisliga nicht konkurrenzfähig ist. Sowohl für mich als Trainer als auch für die Spieler ist das extrem ernüchternd. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Stimmung im Kern der Mannschaft dennoch gut ist und wir uns immer wieder zu guten Teilleistungen aufraffen. Wenn wir weiter hart arbeiten und das nötige Glück dazu kommt, werden wir uns auch irgendwann belohnen.

Was muss bei Euch im Jahr 2022 unbedingt besser gemacht werden?
Andreas Wolf: In erster Linie muss die Verletztenmisere enden, sodass wir wieder einen breiteren Kader haben. Mit breiterem Kader muss dann jeder nochmals an seiner Einstellung arbeiten und ein paar Prozent mehr rausholen, dass auch wieder eine Konkurrenzsituation um die Stammplätze entsteht. Wir spielen immerhin Kreisliga, was vor allem für die jungen Spieler eine wertvolle Erfahrung ist.

An welche Begebenheit der Serie seit Sommer erinnert Ihr Euch sofort wieder? Gab´s ein besonderes Tor, ein außergewöhnliches Ereignis?
Andreas Wolf: Nachdem wir gerade mal sieben Treffer erzielt haben, war jedes Tor besonders!

Wer ist für Euch in Eurem Team der bisherige Spieler der Saison? Oder die Spieler?
Andreas Wolf: An dieser Stelle möchte ich keinen Einzelnen hervorheben, sondern vielmehr den Zusammenhalt im Kern der Mannschaft.

Welcher Spieler eines Gegners fiel Dir besonders auf, welche Mannschaft außer Deiner hat Dich generell beeindruckt?
Andreas Wolf: Hier muss ich Patrick Gnebner, Spielertrainer von Abtswind 2 erwähnen. Nicht nur, weil er das Rückspiel mit einem Doppelpack entschieden hat, sondern auch im Hinspiel vier Mal außerhalb vom 16er auf’s Tor geschossen hat und vier Mal zappelte der Ball im Winkel. Insgesamt ist die Mannschaft aus Abtswind, insbesondere mit ihrer Spielweise zuhause auf dem Kunstrasenplatz, für mich die stärkste Mannschaft der Liga.

Wird sich personell in der Winterpause etwas tun?
Andreas Wolf: Nein.

Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Andreas Wolf: Wir haben uns bereits vor Weihnachten mit der Vorstandschaft zusammengesetzt und entschieden, dass ich Liga unabhängig für eine weitere Saison verlängere. Ich möchte nicht nach einem Jahr mit einem Abstieg gehen, sondern falls es dazu kommt, meinen Beitrag leisten, dass der Neuanfang gelingt.

Das reguläre erste Spiel nach der Winterpause ist wann und gegen wen? Und welche Erinnerungen hast Du an die erste Begegnung im Sommer?
Andreas Wolf: Das erste Spiel findet am 19.03. gegen unseren Tabellennachbarn SV Sömmersdorf/ Obbach/ Geldersheim statt. Erinnerungen an das Hinspiel habe ich keine, da dies das einzige Spiel war, was ich aufgrund Sommerurlaub verpasst habe. Wegen der deutlichen Niederlage im Hinspiel und der Tabellensituation haben wir hier einiges wieder gut zu machen.

Welche Schlagzeile würdest Du gerne im Sommer lesen?
Andreas Wolf: Trotz Inflation – Star-Reporter M.H. kann sich weiterhin fünf Mal pro Woche den Besuch in Brauereigasthof leisten.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

 

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