Donnerstag, 01. Dezember 2022
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Nach Sabotage an Biogasanlage – Ermittlungen schreiten voran – 34-Jähriger nun dringend tatverdächtig

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REICHENBERG, OT FUCHSSTADT, LKR. WÜRZBURG. Seit einer Sabotage an einer Biogasanlage, bei der im Februar 2022 rund 1.000 Kubikmeter Gärreste freigesetzt worden waren, laufen umfangreiche Ermittlungen gegen einen mittlerweile 34-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg. Nach nun vorliegenden Erkenntnissen ist der Mann dringend verdächtig, für die Tat verantwortlich zu sein.

Rund 1.000 Kubikmeter Gärreste freigesetzt

Wie bereits vom Polizeipräsidium Unterfranken berichtet, hatte ein zunächst Unbekannter in der Nacht zum 15. Februar 2022 an der Biogasanlage zwei Entnahmeluken offenbar vorsätzlich geöffnet, sodass die Gärreste über einen Zeitraum von bis zu zwei Stunden austreten konnten. Hierdurch entstand ein Sachschaden, der sich dem aktuellen Sachstand nach auf mindestens 64.000 Euro belaufen dürfte. Bereits im Zuge der ersten Ermittlungen ergab sich ein Anfangsverdacht gegen den heute 34-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg, der noch am Tattag vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt worden war.

Polizei gründet EKO „Spielberg“

Um die Ermittlungen in dem Fall voranzutreiben, gründete die unterfränkische Polizei eigens eine Ermittlungskommission. Beamte der Wasserschutzpolizei Würzburg, der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt und der Kriminalpolizei Würzburg führen seither gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Würzburg umfangreiche Ermittlungen durch, um die Tat lückenlos aufzuklären und mögliche Tatzusammenhänge zu prüfen. In Zusammenhang mit am Tatort gesicherten Spuren und anderen sichergestellten Beweismitteln wurden Untersuchungen und Gutachten in Auftrag gegeben. Die nun vorliegenden Ergebnisse erhärten den Verdacht, dass der 34-Jährige die Gärreste vorsätzlich freigesetzt hat.

34-Jähriger auch für Brand in Biogasanlage verantwortlich?

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Bereits in der Nacht zum 05. Juli 2021 war bei einem Brand in derselben Biogasanlage ein beträchtlicher Sachschaden entstanden. Mit den Ermittlungen zur Brandursache war die Kriminalpolizei Würzburg betraut. Nach und nach verdichteten sich hierbei Hinweise darauf, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden war. Aufgrund bisheriger Ermittlungserkenntnisse der EKO „Spielberg“ richtet sich auch hier ein Tatverdacht gegen den 34-jährigen Landkreisbewohner. Am vergangenen Donnerstag vollzog die Ermittlungskommission mit Unterstützung der Zentralen Einsatzdienste Würzburg einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Beschuldigten. Die Beamten stellten dabei Datenträger sicher, die noch ausgewertet werden müssen. Auch in diesem Fall dauern die Ermittlungen noch an.

Tatmotive und Gesamtausmaß des Schadens nach wie vor unklar

Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen, die von der EKO „Spielberg“ und der Staatsanwaltschaft Würzburg durchgeführt werden, sind nach wie vor die jeweiligen Tatmotive und das Gesamtausmaß des Schadens, der durch das Freisetzen der Gärreste entstanden ist. Bezüglich der hier angegebenen Mindestschadenshöhe von 64.000 Euro ist anzumerken, dass verschiedene Rechnungsposten noch ausstehen.

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