Freitag, 30. September 2022
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Wieso Forst in Bergrheinfeld durch ein ganz blödes, goldenes Tor verlor – MIT VIELEN FOTOS!

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BERGRHEINFELD / FORST – Vor dem Duell der TSV-Derbyrivalen registrierten die Gastgeber sicherlich die Heimniederlagen von Trappstadt und Thulba am Vortag mit Erleichterung. Das nahm den Bergrheinfeldern ein klein wenig den Druck im Abstiegskampf, gegen ziemlich jenseits von Gut und Böse platzierte Forster unbedingt siegen zu müssen.

4:0 endete das Hinspiel in der Botensteigarena für die damaligen Hausherren. Nun das Wiedersehen in der BWG-Arena, ebenfalls in einem Vorort von Schweinfurt mit einem Fußballplatz mit gemütlicher Tribüne. Allerdings fand die Partie auf dem zugigen Nebenplatz statt. Und das aus gutem Grund, gibt es doch in Bergrheinfeld seit einigen Monaten einen Kunstrasen. Auf dem testete der heimische TSV im Februar mehrfach und mit unterschiedlichen Resultaten. So gab es zuletzt ein 3:0 gegen Kreisligist Aidhausen, vorher ein 0:2 gegen Landesligist Gochsheim, ein 5:0 gegen Kreisklassist Arnstein oder ein 0:4 gegen Bayernligist Großbardorf.

Die Forster suchten sich überwiegend höherklassige Gegner in der Testphase aus, verloren in Sand 2:3, dort auch gegen Gochsheim 1.3, in Strahlungen gegen Landesligist Schwebenried 0:1, um beim 3:1 bei Kreisligist Grettstadt im kalten Schneetreiben den einzigen Erfolg zu feiern.

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Und nun das Derby um Punkte zum Re-Start, zu dem man an sich nicht viel schreiben muss. Außer dass es eine umkämpfte, ausgeglichene Partie war mit einer ganz maßgeblichen Szene kurz vor der Pause. Mit dem Goldenen Tor, äußerst kurios und ärgerlich aus Sicht der Forster.

Markus Friedel tauchte vor Ben Stacey auf. Der Forster Keeper kam an den Ball und spielte das Leder auf seinen Verteidiger Marcel Memmel. Der fiel unglücklich hin und mit der Hand auf den Ball. Unbedrängt im Strafraum. Doch das bedeutet Elfmeter, wusste Schiedsrichter Alexander Arnold. Sebastian Werner verwandelte gnadenlos…

„Das ist Wahnsinn. Er rutscht aus, 20 Meter ist weit und breit kein Gegenspieler zu sehen. Da ist null Gefahr. Aber anscheinend kann er den Elfer geben. Diese Handregel muss man nicht verstehen…“, ärgerte sich Roman Glöckner. Während sein Spielertrainer-Kollege Felix Lehfer nur zuschauen konnte, wechselte sich Glöckner für die personell gehandicapten Forster in der Schlussphase ein, als auch noch Mert Topuz Gelb-Rot gesehen hatte. Auch in Unterzahl drückten die Gäste, kamen ein paar Mal gefährlich vor das Gehäuse.

„Aber wir haben den Ball nicht über die Linie gebracht. Irgendwie stand immer ein Bergrheinfelder im Weg“, weiß Glöckner, der nach der Saison mit dem Fußball erstmal Schluss macht und der sich dem Tennis widmen will, während Lehfer die SG TSV/FT Schonungen übernimmt und in Forst Platz macht für Pero Skoric. Mutmaßlich in der Bezirksliga, denn der TSV verpasste es, mit einem Sieg bis auf fünf Punkte an den Tabellenzweiten aus Münnerstadt heran zu kommen, der nächsten Sonntag in der Botensteigarena gastiert…

„Wir ackern, tun, machen und spielen zu Null“, ist für Bergrheinfelds kickenden Coach Thomas Cäsar vor allem die Defensivleistung wieder eine Erwähnung wert. Gerade mal vier Gegentore zuhause in nun acht Partien darf man bemerkenswert nennen. „Ich bin stolz, wie das Team das hinten gelöst hat. Nun müssen wir nur noch unsere Aktionen vorne klarer spielen. Daran gilt es die nächsten Wochen zu arbeiten!“ Und weiter den Vorteil des eigenen Kunstrasenplatzes auszunutzen.

Weiter geht´s für beide Teams kommenden Sonntag mit höchst unterschiedlichen Aufgaben. Während die Forster zuhause wie schon erwähnt mit dem TSV Münnerstadt den Tabellenzweiten empfangen, reisen die Bergrheinfelder zu Schlusslicht SV-DJK Unterspiesheim. Das ist natürlich gerade für den am Saisonende wie Thomas Cäsar scheidenden und für das Duo David Fleischmann/ Jens Rumpel Platz machenden Trainer Reinhard Seger eine besondere Geschichte gegen seinen Ex-Verein. Zumindest ist seit Sonntag der ganz große Druck des Siegenmüssens weg.

Fußball, Bezirksliga Unterfranken Ost:
TSV Bergrheinfeld – TSV Forst: 1:0 (1:0)

Bergrheinfeld: Florian Müller – Nils Seufert (ab 83. Tim Rudloff), Felix Kilian, Silas Kraus, Luca Friedrich, Felix Seufert (ab 59. Lucas Schmid), Niklas Kommer (ab 34. Florian Streng), Thomas Cäsar, Markus Friedel (ab 59. Lorenz Kuhn), Sebastian Werner, Nicolas Behr (ab 59. Lorenzo Schineller); Trainer: Reinhard Seger

Forst: Ben Stacey – Leon Wagner (ab 71. Sasche lommel), Marcel Memmel, Mert Topuz, Daniel Mohr (ab 86. Marco Sobotta), Mohamed Hamdoun, Simon Rambacher, Nico Radkiewicz, Nico Reulein, Luca Schmitt, Patrick Schmid (ab 86. Roman Glöckner); Trainer: Roman Glöckner und Felix Lehfer.

Tor: 1:0 (37.) Sebastian Werner (Handelfmeter)
Gelb-Rot: Mert Topuz (Forst, 73.)
Schiedsrichter: Alexander Arnold; Assistenten Samuel Betz und Lou Stanton
Zuschauer: 120

 

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