StartAllgemeinSpektakel im Sachs-Stadion: Schnüdel stürmen mit Torfestival zum Heimsieg gegen Fürth II

Spektakel im Sachs-Stadion: Schnüdel stürmen mit Torfestival zum Heimsieg gegen Fürth II

Ein packendes Frankenduell bekamen die 1.447 Zuschauer in der Schweinfurter Riedel Bau Arena geboten. Der 1. FC Schweinfurt 05 untermauerte seine starke Form und bezwang die Zweitvertretung der SpVgg Greuther Fürth in einer mitreißenden Partie hochverdient mit 5:2 (3:0). Zum überragenden Mann auf dem Platz avancierte Philipp Hack mit einem Dreierpack.

Schon vor dem Anpfiff herrschte eine emotionale Atmosphäre im Sachs-Stadion. In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden dem im Alter von 60 Jahren verstorbenen Volker Löffelmann, einem langjährigen und verdienten Funktionär des FC 05.

Dominate Schnüdel stellen früh die Weichen auf Sieg

Nach verhaltenen Auftaktminuten übernahm die Heimelf von Trainer Jan Gernlein zügig das Kommando. Die Schweinfurter kombinierten gefällig und setzten vor allem über die linke Angriffsseite immer wieder Nadelstiche. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten: In der 8. Spielminute setzte sich die Heimelf mit viel Dynamik über die linke Angriffsseite durch, die präzise Hereingabe verwertete Philipp Hack eiskalt zur 1:0-Führung.

Schweinfurt blieb am Drücker und nutzte die Unsicherheiten in der Fürther Hintermannschaft konsequent aus. In der 24. Minute zog Jason Prodanovic ab – sein Schuss wurde von einem Gästeverteidiger so unglücklich abgefälscht, dass Fürths Keeper Menapace chancenlos zusehen musste, wie das Leder zum 2:0 im Netz einschlug.

Die Gäste aus Mittelfranken wirkten in dieser Phase vollkommen überfordert und fanden offensiv praktisch nicht statt. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte der nächste Rückschlag für Kleeblatt-Trainer Julian Kolbeck: Nach einem Foulspiel im Strafraum entschied Schiedsrichter Fabian Büchner folgerichtig auf Elfmeter. Philipp Hack trat an und verwandelte flach zum 3:0-Pausenstand (40.). Menapace war zwar noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Einschlag jedoch nicht verhindern.

Dreierpack von Hack und munterer Schlagabtausch bei Sommerregen

Mit dem beruhigenden Drei-Tore-Vorsprung im Rücken spulten die Schnüdel auch nach dem Seitenwechsel zunächst souverän ihr Programm ab. In der 52. Minute legte Schweinfurt nach: Eine schnelle Kombination über die rechte Seite hebelte die Fürther Abwehr erneut aus, und wieder stand Philipp Hack goldrichtig – mit seinem dritten Treffer des Abends schob er mühelos zum 4:0 ein.

Kurz darauf zogen am Schweinfurter Abendhimmel dunkle Wolken auf und setzten das Feld unter Regen. Doch nicht nur das Wetter drehte auf, auch die Gäste bewiesen Trotzreaktion. Nach einem Schweinfurter Abstimmungsfehler nutzte der eingewechselte Fürther Joker Yassin Memokoh die Gelegenheit und verkürzte wie aus dem Nichts auf 1:4 (64.).

Fürth hatte nun seine beste Phase im Spiel und drängte direkt auf das nächste Tor, doch FC-Keeper Mottl verhinderte mit einer Glanzparade einen weiteren Gegentreffer. Schweinfurt fängt sich jedoch schnell wieder und blieb bei Kontern gefährlich: Valentin Schmitt verpasste in der 80. Minute mit einem Kracher an die Latte nur knapp das nächste Ausrufezeichen.

In der Schlussphase wurde es noch einmal munter. Erst verkürzte Amir Bennis für die Gäste mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 16 Metern ins untere Eck auf 2:4 (86.), ehe Jason Prodanovic in der 90. Minute den Schlusspunkt setzte: Seinen ersten Versuch konnte Menapace noch parieren, doch den Nachschuss drückte der Schweinfurter Angreifer zum 5:2-Endstand über die Linie.

Fazit

Der 1. FC Schweinfurt 05 bot den Fans im Sachs-Stadion ein echtes Offensivfeuerwerk. Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient, da die Gernlein-Elf über weite Strecken die reifere Spielanlage zeigte und vor dem Tor eiskalt vollstreckte. Ein rundum gelungener Fußballabend unter dem Flutlicht der Riedel Bau Arena!

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