Mittwoch, 07. Dezember 2022
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Krisensichere Gemeinden, Sicherheitslage im Landkreis, die wichtige Arbeit der Verkehrswacht: Um diese und mehr spannende Themen ging es bei der Bürgermeisterarbeitstagung in Estenfeld

Neue Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Landratsamt vorgestellt

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LANDKREIS WÜRZBURG. Zweimal im Jahr lädt Landrat Thomas Eberth die 52 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu einer Arbeitstagung ein. Kürzlich fand die Tagung im Anschluss an die Kreistagssitzung in Estenfeld statt.

„Nur gemeinsam können wir unseren Landkreis weiterentwickeln und auch für unsere Gemeinden, Märkte und Städte bestmöglich arbeiten“, betonte Landrat Eberth und rief dazu auf, bei Fragen und Herausforderungen möglichst frühzeitig Kontakt mit den zuständigen Stellen des Landratsamtes aufzunehmen.

Landratsamt in einigen Bereichen neu organisiert

Bei einigen Positionen der Kreisverwaltungsbehörde gab es kürzlich mehrere Änderungen. Damit Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aktuell wissen, welche Anlaufstelle für welches Anliegen die richtige ist, stellten Michael Dröse, Leiter der Stabsstelle Landrat, und Martin Umscheid, Leiter des Zentralen Geschäftsbereiches, die aktuellen Veränderungen und neue Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor. Beispielsweise hat der Geschäftsbereich 3 (Amt für Jugend und Familie) mit Michael Schumacher einen neuen Leiter, der Geschäftsbereich 5 (Umweltamt) mit Edith Schulz eine neue Leiterin. Nina Opfermann übernimmt ab sofort vertretend den Geschäftsbereich 1 (Kommunales, Sicherheit und Verkehr) inklusive Katastrophenschutz. Einen gesamten Überblick über die Organisation des Landratsamtes gibt es unter www.landkreis-wuerzburg.de/Fachbereiche. Mit dem neuen Stabsstellenfachbereich 7 (Klimaschutz, Energiewende und Mobilität) möchte der Landkreis zudem gemeinsam mit seinen Gemeinden Maßnahmen zum nachhaltigen Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels erarbeiten und stets weiterentwickeln.

Gut durch die Krise kommen

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Wird das Gas ausreichen, um gut durch den Winter zu kommen? Gibt es unvorhersehbare Entwicklungen, die auch Städte, Landkreise und Gemeinden in der Region treffen könnten? Hinsichtlich der kommenden Wochen und Monate herrscht auf vielen Ebenen noch Ungewissheit. Umso wichtiger ist es laut Landrat Thomas Eberth, dass sich die Kommunen gut auf jede Situation einstellen können und vorsorgen. Das Landratsamt Würzburg berät mit den beteiligten Akteuren bereits seit mehreren Monaten über Krisenszenarien und trifft wichtige Vorkehrungen. Eberth appellierte in diesem Zuge an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, sich ebenfalls intensiv auf die kommenden Monate vorzubereiten – zum Beispiel zentrale Anlaufpunkte in Gemeinden zu schaffen, falls das Stromnetz ausfallen sollte. Das Landratsamt bietet bei Fragen dazu gerne Unterstützung an. „Es gibt keinen Grund zur Panik, das ist mir ganz wichtig zu nennen. Es ist aber für unsere Bürgerinnen und Bürger wichtig, dass die Kommunen gut vorbereitet sind, wenn doch eine außergewöhnliche Lage vorherrschen sollte“, so Eberth.

Beratung in Zeiten der Klimakrise

Aber nicht nur die Folgen des russischen Angriffskrieges sorgen für Ungewissheit. Besonders in Unterfranken sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung besonders spürbar. Gerade der trockene Würzburger Norden steht exemplarisch dafür. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister stehen somit auch hier vor großen Herausforderungen. Unabhängig beraten und unterstützen kann beispielsweise die Energieagentur Unterfranken e.V., die sich bei der Arbeitstagung vorstellte. Sie sind neutrale Ansprechpartner für Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger, Landkreise und Gemeinde-Allianzen, öffentliche Institutionen und Bildungseinrichtungen. Im Vordergrund stehen die Bereiche Klimaschutz und nachhaltige Ressourcennutzung aus der Region.

Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und im Landkreis

Und noch ein Verein hatte Gelegenheit, die für viele Gemeinden wichtige Arbeit vorzustellen: Die Verkehrswacht Würzburg. Seit ihrer Gründung vor 60 Jahren hat die Verkehrswacht Würzburg wesentlich dazu beigetragen, dass in der Region trotz stetig steigendem Verkehr die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr erheblich zurückgegangen ist, berichtete Peter Häusinger, Erster Polizeihauptkommissar. Auch die Sicherheitslage in der gesamten Region hat sich verbessert wie Manuel Weikert, Polizeidirektor, und André Maier, Erster Polizeihauptkommissar, bei der Bürgermeisterarbeitstagung berichteten. Beide boten die unkomplizierte und möglichst präventive Kontaktaufnahme an. Dass die Menschen in Unterfranken sowie in ganz Bayern sicher leben, zeigt die jährliche Polizeiliche Kriminalstatistik. Seit mehreren Jahren sinkt die Anzahl der Straftaten kontinuierlich und noch nie gab es in Unterfranken so wenige Straftaten wie im Jahr 2021.

Naturschutz Hand in Hand mit Verwaltung und Gemeinden

Niels Baumann berichtete über die Struktur und die Förderangebote des Landschaftspflegeverbands (LPV): Der LPV ist ein Naturschutzverband, dessen Vorstand sich zu je einem Drittel aus Politikern des Landkreises, aus Vertretern der Land-und Forstwirtschaft und des Naturschutzes zusammensetzt. Dies dient dazu, Maßnahmen und Planungen im Vorfeld intensiv zu diskutieren und eventuell aufkommende Konflikte zu besprechen und Kompromisse zu finden. Landrat Thomas Eberth wünscht sich, dass sich der LPV – gerade im Hinblick auf Naturkatastrophen wie Starkregen oder Hochwasser – auch in diesen Bereichen engagiert und die Themen aus naturschutzfachlicher Sicht begleitet.

Kindgerechte Konzeption des künftigen Betreuungsangebotes

Mit Beschluss im Bundestag und Bundesrat im September 2021 wird bundesweit der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder eingeführt. Stufenweise erfolgt die Umsetzung ab 1. August 2026 für die Grundschulkinder der 1. Klassen, in den Folgejahren wird in jedem Jahr der Rechtsanspruch ausgebaut bis zur 4. Klasse, abgeschlossen am 1. August 2029. Nachdem der Bundesgesetzgeber die schulische Ganztagsbetreuung als Teil des SGB VIII (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz) festgelegt hat, gilt künftig eine Planungs- und Gesamtverantwortung des örtlich zuständigen Jugendamtes, so wie das bisher bereits im Bereich der Kindertagesbetreuung in Kindergärten, Krippen und Horten gegeben ist. Diese neue gesetzgeberische Vorgabe hat Auswirkungen, insbesondere auf die notwendige künftige Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schule und Gemeinde. Die Gemeinde ist als Sachaufwandsträger für die Gewährleistung der Kindertagesbetreuung, zu der zukünftig auch die Ganztagsbetreuung an Grundschulen gehört, zuständig. Klaus Rostek, Leiter Kinder-, Jugend- und Familienarbeit am Landratsamt, informierte über wichtige Kennzahlen und die Schritte, die es in naher Zukunft für die Umsetzung auf Landkreis- und Gemeindeebene braucht.

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