Mittwoch, 30. November 2022
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Würzburger Archive unterstützen sich in Notfällen

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WÜRZBURG. Eine Vereinbarung zum sogenannten „Notfallverbund Würzburg“ haben die
Träger der vier großen Würzburger Archive im Wenzelsaal des Würzburger Rathauses unterzeichnet. Dabei handelt es sich um das Bistum Würzburg für seine Einrichtung Archiv und Bibliothek des Bistums Würzburg, den Freistaat Bayern, vertreten durch die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, für das Staatsarchiv Würzburg, die Stadt Würzburg für das Stadtarchiv Würzburg sowie die hiesige Universität für das Universitätsarchiv Würzburg.

Mit diesem Schritt erklären die Beteiligten unter Beibehaltung ihrer rechtlichen, institutionellen und inhaltlichen Eigenständigkeit, wie es in der Vereinbarung heißt, im Notfall ihre personellen und sachlichen Ressourcen zu bündeln und die zum Schutz des Kulturgutes zu leistenden Aufgaben in gegenseitiger Unterstützung zu bewältigen. Im Jahr 2007 wurde, befördert durch den Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, ein erster Notfallverbund in Weimar gegründet, dem in den Jahren darauf nicht zuletzt unter dem Eindruck des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs 2009 zahlreiche weitere Verbünde in ganz Deutschland folgten.

Zielsetzung dieser Verbünde ist die gegenseitige personelle, materielle und technische Unterstützung bei außerordentlichen Schadensereignissen durch Wasser, Brand, Unwetter, technische Defekte, äußere Gewalt und andere unvorhersehbare Geschehnisse, die mit eigenen Mitteln nicht mehr bewältigt werden können. Dafür sind auch beim „Notfallverbund Würzburg“ regelmäßige Treffen vorgesehen, um sich gemeinsam präventiv auf einen
Notfall vorzubereiten. Hierzu wird der Austausch zu einrichtungsspezifischen Notfallmaßnahmen ebenso gehören wie die gemeinsame Durchführung von Notfall- und Bergungsübungen mit den Gefahrenabwehrbehörden vor Ort.

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Viele Träger und Verbände von Bibliotheken sind nicht wirklich auf Katastrophen wie den Brand der Herzogin Amalia Bibliothek in Weimar oder den Einsturz des Archivs in Köln vorbereitet, so Achim Könneke, Kulturreferent der Stadt Würzburg: „Es wird höchste Zeit, planvoll Strukturen für präventiven Kulturgutschutz zu entwickeln.“ Denn Archive wie beispielsweise das Stadtarchiv fungieren als Gedächtnis der Stadt und Stadtgesellschaft. So werde die überaus bewegte Geschichte Würzburgs beispielsweise als Residenzstadt des Hochstifts erfahrbar gemacht. Viele der Archivalien tragen dabei einzigartige Informationen in sich und zeichnen sich durch besondere Materialien oder Kunstfertigkeit aus. Deshalb zählt die Bestandserhaltung der Archive zu ihren wichtigsten Aufgaben. „Mit der Vertragsunterzeichnung wurde hier ein weiterer wichtiger Schritt getan.“

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