In der Regionalliga Bayern wartet der TSV Aubstadt weiterhin auf den Befreiungsschlag. Beim VfB Eichstätt kassierte die Mannschaft von Trainer Claudiu Bozesan eine deutliche 0:3-Niederlage. Neben defensiven Unkonzentriertheiten besiegelten ausgerechnet zwei Eigentore den gebrauchten Tag für die Grabfelder.
Mit Selbstbewusstsein und dem Ziel, nach dem überzeugenden Saisonauftakt den zweiten Dreier einzufahren, reiste der TSV Aubstadt am Samstag ins altmühltaler Hirsch-Sportpark-Stadion. Cheftrainer Claudiu Bozesan, der unter der Woche im Toto-Pokal noch aus beruflichen Gründen gefehlt hatte, kehrte an die Seitenlinie zurück und vertraute im Tor wieder auf Vladyslav Vertiei.
Doch die Hoffnungen der mitgereisten Fans auf einen erfolgreichen Auswärtsnachmittag lösten sich im Laufe der 90 Minuten komplett auf.
Eichstätt nutzt Aubstädter Nachlässigkeiten vor der Pause
Die Partie begann verhalten und von viel taktischem Abtasten im Mittelfeld geprägt. Beide Defensivreihen standen zunächst stabil, ehe die Gastgeber nach knapp 20 Minuten die Kontrolle übernahmen. Ein Abspielfehler im Aubstädter Spielaufbau leitete die erste Großchance für Eichstätt ein, bei der Vertiei einen Distanzschuss von Mayer nur nach vorne abklatschen lassen konnte.
In der 28. Spielminute belohnten sich die Hausherren schließlich für ihre Zielstrebigkeit: Nach einem langen Einwurf – einer bekannten Waffe der Eichstätter – landete der zweite Ball im Getümmel vor Jonathan Grimm, der das Leder aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie drückte. Aubstadt zeigte sich in dieser Phase im eigenen Strafraum viel zu passiv.
Bis zum Pausenpfiff des unparteiischen Kenny Abieba gelang den Gästen offensiv denkbar wenig. Trotz phasenweise mehr Ballbesitzes brachten die Grabfelder keinen einzigen Torschuss auf das Gehäuse von VfB-Keeper Daniel Martin zustande.
Schwungvoller Wiederbeginn bleibt unbelohnt – Eigentor-Pech bricht den TSV
Bozesan reagierte zur Halbzeit personell und brachte mit Jacob Engel und Timo Pitter zwei frische Kräfte für den gelb-rot-gefährdeten Pascal Moll sowie Ingo Feser. Der Wechsel zeigte umgehend Wirkung: Aubstadt agierte im zweiten Durchgang deutlich aggressiver und drängte auf den Ausgleich. Erst scheiterte Grimm aus spitzem Winkel an Martin, wenig später verfehlte ein Distanzschuss von Joshua Endres nur knapp das Ziel. Auch nach Standards sorgte Engel über die linke Außenbahn für spürbare Belebung.
Mitten in die Aubstädter Drangphase hinein folgte jedoch der Rückschlag mit Kuriositätsfaktor: In der 69. Minute verschuldete Marco Nickel nach einem Foulspiel an der Grundlinie einen Foulelfmeter für den VfB. Eichstätts Schraufstetter rutschte beim Anlauf jedoch weg, berührte den Ball doppelt und vergab die Riesenchance zur Vorentscheidung.
Das Aubstädter Glück währte allerdings nur kurz. Nur vier Minuten später (73.) setzte sich der eingewechselte Leon Peric auf dem rechten Flügel durch. Sein Schussversuch wurde im Fünfmeterraum so unglücklich abgefälscht, dass der Ball unhaltbar zum 2:0 ins Aubstädter Tor flipperte.
Später K.o. und Blick in den Tabellenkeller
Der Widerstand der Grabfelder war damit gebrochen. In der 82. Minute machte das Unglück das Doppel komplett: Nach einer Flanke lenkte Tim Hüttel den Ball unbedrängt ins eigene Netz – das zweite Eigentor des Tages markierte den 3:0-Endstand aus Sicht der Eichstätter.
In den Schlussminuten verhinderte Vertiei mit einer glänzenden Parade gegen Lohner sowie ein Pfostentreffer von Kuqanaj sogar noch eine höhere Pleite. Auf der Gegenseite feierte TSV-Neuzugang Tim Gensichen (kam vom FC Eintracht Bamberg) in der 78. Minute zwar noch sein Debüt, am ernüchternden Endergebnis konnte aber auch er nichts mehr ändern.
Nach dieser klaren Niederlage muss sich der TSV Aubstadt vorerst nach unten orientieren. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich jedoch bereits am kommenden Wochenende: Dann empfangen die Bozesan-Schützlinge in der heimischen NGN-Arena die bisher noch punktlose SpVgg Ansbach.

