Samstag, 10. Dezember 2022
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Erste Dienstbesprechung der Naturschutzwächter nach langer Corona-Pause – Unterwegs zum Schutz der Natur im Landkreis Würzburg

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LANDKREIS WÜRZBURG. Eigentlich treffen sich die Naturschutzwächter des Landkreises Würzburg zweimal jährlich, um sich über Neuerungen und aktuelle Entwicklungen im Naturschutzrecht und im Landkreis Würzburg auszutauschen. Corona-bedingt mussten die Treffen aber immer wieder verschoben werden. Im August konnte die erste Dienstbesprechung nach einer langen Corona-Pause aber wieder stattfinden. „Der persönliche Austausch ist gerade im Bereich des Naturschutzes sehr, sehr wichtig. Umso mehr freut es mich, dass wir die Dienstbesprechung wieder in Präsenz abhalten konnten. Zum einen können wir so unsere ehrenamtlichen Naturschutzwächter besser vernetzen, zum anderen fällt es so viel leichter, sich über Aktuelles austauschen zu können“, betont Landrat Thomas Eberth. Denn über die vergangenen Jahre und Monate haben sich viele Themen ergeben, über die die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt bei der Sitzung informierte.

Zahlreiche Gesetzesänderungen

Naturschutzwächter in Bayern sind engagierte Angehörige der unteren Naturschutzbehörde, das Aushängeschild und der „grüne Daumen“ der Behörde vor Ort. Zu ihren Aufgaben gehört es, die Bürgerinnen und Bürger über den richtigen Umgang mit der Natur zu informieren und die Einhaltung der Naturschutzgesetze zu überwachen. Und in den vergangenen Jahren gab es mehrere Änderungen, über die Thomas Pabst und Isabel Stöcker vom Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege informierten.

So nahm der Landtag im Juni 2019 den Gesetzestext des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ samt Begleitgesetz und umfassendem Maßnahmenpaket an. Seither hat Bayern ein strengeres Naturschutzgesetz, das am 1. August 2019 in Kraft trat. Pabst und Stöcker zählten einige Inhalte aus den Gesetzestexten auf, die für Naturschutzwächter bei ihrer Arbeit von Bedeutung sind. Beispielsweise Abstände bei Gewässerrandstreifen oder das Verbot von flächenhaft eingesetzten Pestiziden auf Dauergrünlandflächen.

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Auch der Umgang mit Wolfssichtungen und Änderungen im Naturschutzgesetz zugunsten des beschleunigten Ausbaus der Windenergie waren Themen der Dienstbesprechung.

Herausfordernde Jahre aufgrund des Klimas

Jessica Tokarek, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, nutzte den Austausch mit den Naturschutzwächtern, um über den sogenannten Streuobstpakt zu informieren. Mit insgesamt rund 600 Millionen Euro unterstützt die Bayerische Staatsregierung in den nächsten 15 Jahren über den Streuobstpakt die Anlage, Pflege und den Erhalt der bayerischen Streuobstbestände. Der derzeitige Streuobstbestand in Bayern soll erhalten sowie darüber hinaus zusätzlich eine Million Streuobstbäume bis 2035 neu gepflanzt werden. Gerade die klimatischen Veränderungen sorgen für herausfordernde Jahre, auch für Streuobstbestände im Landkreis. Daher soll über die Naturschutzwächter vor Ort auch Werbung für das Programm gemacht werden, ebenso für das Förderprogramm des Landkreises Würzburg.

„Deswegen ist es so wichtig, Naturschutzwächter vor Ort zu haben, die ihren Bereich gut kennen und auf Veränderungen hinweisen und reagieren können. Neben den Kontrollgängen vor Ort sind die Naturschutzwächter auch wichtige Berater für die Menschen in Umweltfragen und Naturschutz. Daher ergänzen sie die rechtliche und fachliche Seite mit ihren Ortskenntnissen hervorragend“, fasst Landrat Eberth zusammen. Auch Führungen, beispielsweise für Schulklassen, Vermitteln von Wissen um die Natur und das Gespräch mit den Bürgern seien wichtige Erfolgsfaktoren für die Naturschutzwächter.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dienstbesprechung waren sich einig, den wichtigen fachlichen Austausch miteinander in Zukunft wieder weiter vertiefen zu wollen – auch mit Ortsbegehungen im Landkreis.

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