Mittwoch, 07. Dezember 2022
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Integrierte Leitstelle Schweinfurt feiert rundes Jubiläum – Seit nunmehr zehn Jahren Alarmierung für Feuerwehr und Rettungsdienst in der Region Main-Rhön aus einer Hand

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LANDKREIS SCHWEINFURT. Ob Großbrand, medizinischer Notfall oder Hochwasser – Die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt ist im Notfall immer über die 112 erreichbar, alarmiert und koordiniert zuverlässig die Einsatz- und Rettungskräfte. Seit nunmehr zehn Jahren ist sie fester Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur in der Region sowie für den kompletten Rettungsdienst und mehr als 500 Feuerwehren zuständig.

„Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ILS Schweinfurt. Sie alle haben gerade in den vergangenen krisengeprägten Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Das verdient großen Respekt und Anerkennung. Auch in den kommenden Jahren liegen große Herausforderungen vor uns. Ich bin mir sicher, auch diese werden wir meistern dank der hochprofessionellen Kooperation zwischen ILS, Feuerwehren, Polizei und allen Blaulicht-Organisationen“, sagte Landrat Florian Töpper, Vorsitzender des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Schweinfurt, im Rahmen eines Besuchs in dieser Woche vor Ort in der Geschäftsstelle der ILS Schweinfurt.

Die Integrierte Leitstelle wird durch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) betrieben. Das Gebiet Main-Rhön, für das die ILS Schweinfurt zuständig ist, umfasst die Stadt Schweinfurt sowie die Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Schweinfurt und Rhön-Grabfeld. Damit ist es knapp 4.000 Quadratkilometer groß und dort leben über 436.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In den vergangenen zehn Jahren haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BRK knapp 1,9 Millionen Anrufe entgegengenommen. Aus diesen entstanden unter anderem über 800.000 Rettungsdiensteinsätze und mehr als 45.000 Feuerwehreinsätze.

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In der Integrierten Leitstelle Schweinfurt stehen rund um die Uhr bis zu sieben Disponenten dafür bereit, eingehende Notrufe aufzunehmen und die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zu alarmieren. Auch ein „heißer Draht“ zu den Einsatzzentralen der Polizei ist in Bayern vorhanden, sodass Notrufe im Fall des Falles auch an die Polizei verbunden werden können. Mit der neuen Technik werden die Einsätze, bei denen auch die Polizei benötigt wird, direkt weitergeleitet.

Wenn ein Notruf eingeht, ist besonders eine Angabe wichtig für die Disponenten in der Integrierten Leitstelle: Der Ort des Geschehens. Kommt es etwa zu einem Verbindungsabbruch, kann in jedem Fall ein Einsatzwagen zu dem genannten Ort geschickt werden. Alle weiteren W-Fragen stellt der Disponent bzw. die Disponentin je nach Situation und Bedarf, um auch den Anrufenden in der jeweiligen Notlage nicht unter Druck zu setzen.

In der Leitstelle Schweinfurt arbeiten 26 hauptamtliche Disponenten, sowie sechs Mitarbeiter/-innen in der Verwaltung. Bei größeren Schadenereignissen werden diese durch 23 nebenberufliche Mitarbeiter/-innen der Unterstützungsgruppe-ILS unterstützt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über eine fachliche Qualifikation, eine rettungsdienstliche und feuerwehrtechnische Ausbildung. Außerdem müssen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Führungserfahrung vorweisen.

Neben der umfassenden Notfall-Alarmierung stehen auch andere Aufgaben auf der Tagesordnung. Beispielsweise unterstützen sich Integrierte Leitstellen in Bayern gegenseitig. Die ILS Schweinfurt ist etwa die ständige Vertretungsleitstelle für die ILS Oberland. Daher nahm sie in diesem Jahr eine besondere Rolle ein, denn die ILS Oberland sicherte den G7-Gipfel in Elmau. Wäre es zu einem Ausfall der ILS Oberland gekommen, hätte die Leitstelle Schweinfurt diese Aufgabe übernommen.

Verpflichtend eingeführt wurde 2013 in Bayern auch die Telefon-Reanimation. Seit vielen Jahren leistet somit auch das Team der ILS Schweinfurt Erste-Hilfe am Telefon. Stellt sich beim Notruf heraus, dass der Patient nicht mehr ansprechbar ist, beginnt der Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin mit einem vorgegebenen Algorithmus, indem er oder sie den Anrufer anleitet die Atmung zu überprüfen. Stellt sich heraus, dass der Patient nicht mehr atmet, beginnt die sogenannte T-TCR (Telefonreanimation). Hier leiten die Mitarbeiter/-innen den Anrufer in die Herz-Lungen Wiederbelebung an, bis der Rettungsdienst eintrifft.

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