Sonntag, 19. Mai 2024
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Sie tragen gelbe Westen und viel Verantwortung: Neue Einsatzleiter für den Rettungsdienst in Stadt und Landkreis Würzburg

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STADT UND LANDKREIS WÜRZBURG. Leitende Notärzte und die Organisatorischen Leiter Rettungsdienst sind an ihren leuchtend gelben Westen zu erkennen. Die rettungsdienstlichen Führungskräfte werden meist dann von der Integrierten Leitstelle Würzburg alarmiert, wenn bei Großbränden, Polizeilagen oder größeren Verkehrsunfällen schnellstmöglich Strukturen an Einsatzstellen etabliert werden müssen, um mit Feuerwehr und Polizei dringende Absprachen zu treffen oder bei einer Vielzahl an Verletzten Behandlungs- und Transportprioritäten festzulegen.

Christine Haupt-Kreutzer, Stellvertretende Landrätin und Vorsitzende des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF), hat zusammen mit Wolfgang Kleiner, Kommunalreferent der Stadt Würzburg, die während der Pandemie neu bestellten vier Leitenden Notärzte und vier Organisatorischen Leiter Rettungsdienst für Stadt und Landkreis Würzburg zu einem Kennenlernen und ersten Erfahrungsaustausch in die Feuerwache 1 eingeladen.

BRK, Malteser und Johanniter stellen Organisatorische Leiter Rettungsdienst

Simone Malina (stellv. Wachleiterin BRK), Lukas Demling (Leiter Ausbildung BRK), Manuel Schmitt und Dennis Kolbe (beide stellv. Sachgebietsleiter MHD) blicken alle auf viele Jahre ehrenamtliche und hauptberufliche Einsatz- und Führungserfahrung im Rettungsdienst zurück. Um zu Organisatorischen Leitern Rettungsdienst bestellt zu werden mussten sie eine umfangreiche Ausbildung absolvieren und mehrere Prüfungen erfolgreich abschließen. Einsatzkräfte von BRK, Malteser und Johanniter bilden zusammen ein 13-köpfiges Team, das rund um die Uhr die Alarmdienste für Stadt und Landkreis Würzburg sicherstellt. Während der Pandemie brachten die inzwischen zu Organisatorischen Leitern bestellten Rettungsdienstler ihre Expertise auch als Fachberater der Führungsgruppen Katastrophenschutz mit ein.

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Leitende Notärzte mit Erfahrung aus Luftrettung und Katastrophenschutz

Dr. Elisabeth Bösl ist als Chefärztin der Notaufnahme des Klinikums Würzburg Mitte (KWM) besonders qualifiziert, wenn es darum geht, in der Notfallmedizin für stresstaugliche Strukturen zu sorgen. Wertvoll für ihre Funktion als Leitende Notärztin sind auch ihre Erfahrungen als Hubschraubernotärztin sowie als Leitende Notärztin im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Dr. Niklas Hahn gehört zu den erfahrensten Notärzten in Stadt und Landkreis Würzburg. Im Auftrag des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg hat Dr. Hahn zur Bewältigung der Pandemie auch die sehr verantwortungsvolle Funktion des Ärztlichen Leiters Krankenhauskoordinierung wahrgenommen. Damit war er für die Sicherstellung der stationären Versorgungstrukturen in der Stadt Würzburg und den Landkreisen Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg verantwortlich.

Dr. Max Kippnich wurde 2021 zum Leitenden Notarzt bestellt. In seiner Freizeit engagiert sich der Anästhesist als Bezirksfeuerwehrarzt, Arzt der Bezirksbereitschaft (BRK Unterfranken) und im Katastrophenschutz als Kontingentarzt. Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal war er für den ersten Einsatz des BRK im Katastrophengebiet ärztlich verantwortlich. Zusammen mit dem Organisatorischen Leiter Lukas Demling bildete er am 21.06.22 bei einem Brand in der Asylbewerberunterkunft in der Veitshöchheimer Straße die rettungsdienstliche Einsatzleitung.

Dr. Stephan Johannsen zeichnet besonders sein Spezialwissen aus der Schmerztherapie aus. Der Anästhesist, Notfall- und Intensivmediziner leitet den Anästhesiebereich Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Würzburg und die Forschungsgruppe Maligne Hyperthermie, eine Stoffwechselerkrankung, die sich negativ auf die Aufnahme bestimmter Narkosemittel auswirkt. Auch er übernahm im Jahr 2021 die Funktion des Leitenden Notarzts im ZRF.

Großes Lob für Engagement in Pandemie und Ukraine-Hilfe

„Rettungsdienstliche Führungskräfte verdienen allergrößten Respekt und Anerkennung. Sie tragen eine immense Verantwortung und bilden zusammen mit den hauptberuflichen und ehrenamtlichen Einsatzkräften der Blaulichtdienste das Rückgrat unserer Gesellschaft“, lobt Verbandsvorsitzende Christine Haupt-Kreutzer das freiwillige Engagement der Organisatorischen Leiter und Leitenden Notärzte. „Die Pandemie und auch der Ukraine Krieg haben uns nochmal vor Augen geführt, wie wichtig kompetente und leistungsfähige Einsatzleiter sind!“

Für die Stadt Würzburg dankte Branddirektor Thorsten Ante den rettungsdienstlichen Führungskräften. „Die Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamt, von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst kann in Stadt und Landkreis Würzburg nicht genug gelobt werden“.

Bild von links: Manfred Kirst (Dienststellenleiter MHD), Thorsten Ante (Stellv. Leiter des Amts für Zivil- und Brandschutz und damit der Berufsfeuerwehr und Integrierten Leitstelle Würzburg), Organisatorische Leiterin Rettungsdienst Simone Malina (BRK), Leitende Notärztin Dr. Elisabeth Bösl, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst Manuel Schmitt (MHD), Leitender Notarzt Dr. Niklas Hahn, Leitender Notarzt Dr. Max Kippnich, Stellv. Landrätin und Verbandsvorsitzende ZRF Würzburg Christine Haupt-Kreutzer, Paul Justice (Geschäftsleiter ZRF Würzburg). Es fehlen die Organisatorischen Leiter Lukas Demling (BRK) und Dennis Kolbe (MHD) sowie der Leitende Notarzt Dr. Stephan Johannsen. Foto: Berufsfeuerwehr Würzburg
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