Sonntag, 25. September 2022
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Aubstadt im Pokal-Finale: Das ist die Geschichte zum absoluten Fußball-Wahnsinn – MIT VIELEN FOTOS UND VIDEOS!

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AUBSTADT / MÜNCHEN – Abends sah man, dass a.) Topstars Elfmeter verschießen und b.) gute Keeper Strafstöße parieren können. Live im TV und am Ende einer Partie, in der es zwischen Deutschland und Israel um weit weniger ging als ein paar Stunden zuvor im Grabfeld. Das dort größte Fußballspiel überhaupt entpuppte sich als echter Knaller. Mit einer (kleinen) Sensation.

Der Held des Nachmittags hieß Lukas Wenzel. Er hielt schon in der Schlussphase zwei, drei Mal prächtig, als beim Stand von 1:1 die Münchner Löwen ihre beste Phase hatten und der an sich logische Sieg des Favoriten fast doch noch Realität wurde. Der 23 Jahre alte Keeper rettete Aubstadt ins Elfmeterschießen und ließ sich dort nur von Stephan Salger und Merveille Biankadi bezwingen, hielt aber gegen Erik Tallig, Stefan Lex und Marcel Bär gleich drei Mal. So dass ein fünfter Schütze des Regionalligisten gar nicht antreten musste. Es reichte, dass Christopher Bieber, Ingo Feser und Steffen Behr verwandelten. Dann hieß es: Bühne frei zum Riesenjubel!

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Unfassbar, aber wahr: Der TSV Aubstadt steht im Finale des Bayerischen Verbandspokals und braucht nur noch einen weiteren Sieg, um von Bayern München oder Borussia Dortmund träumen zu dürfen. Dass parallel auch der FV Illertissen vor gerade mal 690 Fans mit den Würzburger Kickers einen Favoriten (sogar mit 3:1 nach regulärer Spielzeit) ausschaltete, bedeutet für die Grabfelder kein automatisches Heimrecht im für Samstag, den 21. Mai, geplanten Finale. „Aber Illertissen hat uns in der Vergangenheit gelegen…“, weiß Trainer Victor Kleinhenz. Konkret heißt das: Vier Mal gab´s das Duell in der Regionalliga, drei Mal gewann Aubstadt bei zuletzt jüngst erst einem Remis zuhause. Auswärts anzutreten müsste also kein Nachteil sein.

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„Aber jetzt genießen wir erst einmal den Tag…“, freute sich Kleinhenz über ein rundum gelungenes Event. Schon weit eine Stunde vor Spielbeginn strömten die Fans auf das Gelände. „Die aufgehobenen Corona-Beschränkungen, das Wetter – anscheinend hat alles auf diesen Tag gewartet…“ strahlte der Coach, der selbst knapp eine Stunde nach dem finalen Elfmeter „noch nicht so richtig verstanden“ hatte, „was da heute passiert ist“.

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Knapp zusammengefasst war es eine intensive Partie, in der die Löwen einfach zu wenig taten, um Aubstadt in Gefahr zu bringen. „Wir wussten, dass wir dagegen halten können. Aber dass wir es so solide und abgezockt machen, das hat keiner gedacht“, gab Abwehrhüne Tim Hüttl zu, an dem es einfach kein Vorbeikommen gab. „Wir hatten eine stabile Abwehr, 1860 traf einfach auf einen guten Gegner“, stellte der 23-Jährige sein Team in den Mittelpunkt und wollte gar nicht behaupten, die Münchner hätten vielleicht enttäuscht.

Hüttel brachte seine Elf nach einer Ecke per Kopfball auch noch in Führung. „Mein erstes Tor für Aubstadt überhaupt habe ich mir für heute aufgehoben“, grinste der Verteidiger, „ich bin beim 1:0 im richtigen Moment losgelaufen und musste nur den Kopf hinhalten.“

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Danach rückte Keeper Lukas Wenzel in den Mittelpunkt. Erst beim schnellen Ausgleich, als er und Christian Köttler aufeinender prallten, Marcel Bär so ins leere Tor einschieben konnte. Dann mit zahlreichen Paraden, letztlich mit den abgewehrten Elfmetern. „Dafür spielt man Fußball. Aber ich wusste, dass ich heute drei halte“, erzählte der 23-Jährige vom Videostudium des Achtelfinals, als der TSV 1860 München auch in Burghausen schon ins Elfmeterschießen musste. „Ich wusste, wo die hinschießen“, so Wenzel. „Jetzt haben wir Aufsehen erregt in Bayern. Finale. Unglaublich!“

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Das Bayerische Fernsehen übertrug das live, wonach Löwen-Coach Michael Köllner meinte: „Das war ein verdienter Sieg, ein tolles Spiel vor toller Kulisse. Das 1:0 hat uns wachgerüttelt, danach haben wir Gas gegeben, aber es bei den drei, vier klaren Chancen versäumt, in der regulären Spielzeit für die Entscheidung zu sorgen. Und deshalb haben wir es auch nicht verdient, ins Finale einzuziehen.“

Für Victor Kleinhenz war´s überragend, wie sein Team vor allem in der ersten Halbzeit „Drucksituationen fußballerisch gelöst“ habe. Für Lukas Wenzel sei´s „die ganz große Bühne“ gewesen, für das ganze Dorf „ein Riesenerlebnis, was keiner bereut hat“. Und für den Verein die vorläufige Krönung einer anhaltenden Erfolgsgeschichte. Bei Augsburg 2 geht es kommendes Wochenende weiter für Aubstadt, dann gastieren Nürnberg 2 und Heimstetten in der NGN-Arena, wo heuer auch noch Buchbach, Eichstätt, Schalding-Heining und Bayern München 2 gastieren. Und wo man irgendwie davon träumt, vielleicht im August diesen Jahres gegen Bayern Münchens Profis spielen zu dürfen.

Fußball, BFV-Verbandspokal, Halbfinale: TSV Aubstadt – TSV 1860 München (4:3 nach Elfmeterschießen (1:1; 0:0)

Aubstadt: Lukas Wenzel – Leonard Langhans (ab 78. Philipp Harlaß), Tim Hüttl, Christian Köttler (ab 88.Christopher Bieber), Ingo Feser, Marcel Volkmuth (ab 64. Steffen Behr), Jens Trunk, Timo Pitter (ab 72. Patrick Hofmann), Leon Heinze, Joshua Endres, Michael Dellinger (ab 78. Björn Schönwiesner)

1860 München: Tom Kretzschmar – Yannick Deichmann, Niklas Lang, Stephan Salger, Philipp Steinhart (ab 58. Fabian Greilinger), Richard Neudecker, Erik Tallig, Merveille Biankadi, Milos Cocic (ab 62. Marco Mannhardt), Marcel Bär, Stefan Lex.

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Schiedsrichter: Thomas Stein / Alexander Arnold und Kai Urbanczyk

Tore: 1:0 (67.) Tim Hüttl, 1:1 (74.) Marcel Bär

Elfmeterschießen: 1:2 Stephan Salger, Kretzschmar hält gegen Joshua Endres, Wenzel hält gegen Erik Tallig, 2:2 Christopher Bieber, Wenzel hält gegen Stefan Lex, 3:2 Ingo Feser, 3:3 Merveille Biankadi, 4:3 Steffen Behr, Wenzel hält gegen Marcel Bär

Zuschauer: 3000

 

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