Freitag, 07. Oktober 2022
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Geld an Betrüger übergeben – Leg‘ auf! Die Präventionskampagne des Polizeipräsidiums Unterfranken

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WÜRZBURG. Am frühen Dienstagabend übergab eine 85-Jährige Bargeld und Schmuck an Betrüger, im festen Glauben daran, ihrem Sohn zu helfen. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt erneut vor diesen Betrugsmaschen, die Kripo ermittelt.

Am späten Dienstagnachmittag wurde eine 85-Jährige von bislang unbekannten Betrügern angerufen, die sich als Staatsbedienstete ausgaben und 70.000 Euro forderten. Der Sohn der Dame habe angeblich einen Verkehrsunfall verursacht und müsse nun eine Kaution hinterlegen. Im festen Glauben, damit ihren Sohn vor einer Haftstrafe zu bewahren, übergab die Seniorin gegen 17:00 Uhr in der Gegenbaurstraße Bargeld und Schmuck im Gesamtwert weniger tausend Euro an eine unbekannte Geldabholerin, die etwa 160cm groß, ca. 30 Jahre alt und schlank gewesen sein und eine dunkle Jacke, eine blaue Jeans und schwarze Turnschuhe mit weißer Sohle getragen haben soll. Ihre Haare waren dunkel und nach hinten gekämmt.

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen und bittet Personen, die zum Tatzeitpunkt in Tatortnähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder sonst Hinweise auf die Identität der Betrügerin machen können, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Leg‘ auf! Die Präventionskampagne des Polizeipräsidiums Unterfranken

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Aufgrund der weiterhin hohen Fallzahlen im Bereich „Callcenterbetrug“ und dem damit verbundenen finanziellen Schaden, aber auch den psychischen Folgen für die Betroffenen, hat sich das Polizeipräsidium Unterfranken Ende 2020 dazu entschieden, zum Schutz der Opfer auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nochmals aktiv zu werden und die Präventionskampagne “Leg´auf!” gestartet.

Das Ziel dieser Kampagne ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ und „Schockanrufe“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
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