Freitag, 07. Oktober 2022
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Wie ein geplantes Parkhaus in der Gartenstraße im Schweinfurter Stadtrat mal wieder für Polterei sorgte

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SCHWEINFURT – Eigentlich wollte der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Schweinfurt am Donnerstag in seiner Sitzung öffentlich beschließen, dass dem Antrag zur Errichtung eines Parkhauses in der Gartenstraße stattgegeben wird. Doch es kam ganz anders. Mit einiger Polterei…

Die Gesellschaft für Vermögens- und Grundstücksverwaltung SW mbH will bauen. Dort, gleich neben der Mälzerei an der Einmündung zur Mainberger Straße und vor der Kreuzung mit dem Rückert-Center, wo sich seit einigen Jahren ein unüberdachter, demzufolge eingeschossiger Parkplatz befindet.

Ein Parkhaus in Form einer Großgarage mit acht versetzt angeordneten Ebenen und 261 Stellplätzen, davon 19 im Freien, ausschließlich an Dauerparker zu vermieten. Das ist angedacht, ebenso 13 Stellplätze für Menschen mit Behinderung sowie fünf Stellplätze im Außenbereich für Elektrofahrzeuge mit Ladestationen. Im Innenbereich soll ein flexibles Schiebesystem zum Laden von Elektrofahrzeugen realisiert werden. Soweit, so gut.

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Vor allem um diese Formulierung in der Beschlussvorlage ging es aber: „Nach den Vorgaben der städtischen Begrünungssatzung sind eine Dachbegrünung sowie eine Begrünung des Vorgartens erforderlich. Die Dachbegrünung wird der Vorschrift entsprechend ausgeführt. Nachdem jedoch im Bereich zwischen dem Parkhaus und der Gartenstraße Stellplätze errichtet werden sollen, ist eine Abweichung von § 2 der Begrünungssatzung notwendig. Da das Baugrundstück schon heute gewerblich als Parkplatz geprägt ist und in der unmittelbaren Umgebung mehrere Gewerbebetriebe angesiedelt sind, wird seitens der Verwaltung diese Abweichung auch befürwortet.“

Seitens der Stadtverwaltung zählt das Grundstück also mehr oder weniger zu einem Gewerbegebiet, obwohl es eigentlich in einem Wohnbereich liegt. Bei der Stadt Schweinfurt legt man an sich Wert darauf, neue städtische Gebäude zu begrünen oder gar mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach zu versehen. Doch hier sollte scheinbar eine Ausnahme gemacht werden. Was vor allem Dr. Ulrike Schneider (Zukunft./ ödp) gar nicht gefiel.

Doch auch bei anderen Stadträten des Bau- und Umweltausschusses (15 Personen inklusive OB Sebastian Remelé) kam der Antrag nicht so gut an. Vor allem deshalb, weil hinter dem Antragsteller Mathias Ritzmann steckt. Ein CSU-Stadtrat mit Sitz im Haupt- und Finanzausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss und Stiftungsausschuss. Nicht jedoch unter den Stimmberechtigten diesmal, die gar nicht abstimmen mussten: Denn der Tagesordnungspunkt Top 3 wurde nochmals verschoben…

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