Sonntag, 19. Mai 2024
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Polizei warnt: übergeben Sie nie Bargeld oder Schmuck!

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WÜRZBURG. Am Mittwochabend übergab eine Seniorin Schmuck im Wert von rund 20.000 Euro an eine Betrügerin im Glauben, ihre Enkelin dadurch vor einer Haftstrafe zu bewahren. Erneut warnt das Polizeipräsidium Unterfranken vor Callcenterbetrügen.

Gegen 20:00 Uhr wurde eine 88-Jährige von einer bislang unbekannten jungen Frau angerufen, die ihre vermeintliche Oma weinend am Telefon um Hilfe gebeten hatte. Angeblich sei die Enkelin in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt worden und müsse nun eine Kaution hinterlegen, um nicht ins Gefängnis zu müssen. Weitere Anrufe von einer angeblichen Hauptkommissarin und einem Mann, der sich als Staatsanwalt ausgab, veranlassten die Seniorin dazu, gegen 23:00 Uhr in der Mariannhillstraße Schmuck im Wert von rund 20.000 Euro an eine bislang unbekannte Geldabholerin zu übergeben, die ca. 25 Jahre alt, etwa 165 cm groß und stämmig gewesen sein und eine schwarze Hose sowie eine schwarze Jacke getragen haben soll.

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen und bittet nun Personen, die zum Tatzeitpunkt in Tatortnähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

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Leg‘ auf! Die Präventionskampagne des Polizeipräsidiums Unterfranken

Aufgrund der weiterhin hohen Fallzahlen im Bereich „Callcenterbetrug“ und dem damit verbundenen finanziellen Schaden, aber auch den psychischen Folgen für die Betroffenen, hat sich das Polizeipräsidium Unterfranken Ende 2020 dazu entschieden, zum Schutz der Opfer auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nochmals aktiv zu werden und die Präventionskampagne “Leg´auf!” gestartet.

Das Ziel dieser Kampagne ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ und „Schockanrufe“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen: https://www.polizei.bayern.de/unterfranken/schuetzenvorbeugen/senioren/index.html/322685

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