Dienstag, 27. September 2022
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StartSportFussballRottershausen vor dem Schlager gegen Riedenberg: "Alles andere wäre eine absolute Überraschung!"

Rottershausen vor dem Schlager gegen Riedenberg: „Alles andere wäre eine absolute Überraschung!“

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ROTTERSHAUSEN – Das Jubelbild auf den Seiten des Bayerischen Fußball-Verbandes zeigt den FC Einigkeit Rottershausen nach dem Aufstieg in die Kreisliga im Sommer 2019. Fast drei Jahre ist das schon wieder her. Doch seit dem letzten Wochenende deutet sich an, dass es in Rottershausen bald mal wieder was zu feiern geben könnte. Und das nicht nur bei einem Festival Ende Juni…

Unser Portal bat Spielertrainer Alexander Schott nur wenige Wochen nach dem Halbzeit-Interview schon wieder zum Gespräch.

Alexander, kurz vor Frühlingsbeginn seid Ihr schon wieder mittendrin in der Saison. Wie bewertest Du den Re-Auftakt mit erst dem torlosen Remis auf dem Hartplatz in Poppenlauer und dann den 2:0-Sieg in Sondheim?
Alexander Schott: Absolut positiv. Nachdem wir mit der Spielansetzung gegen WMP sehr überrascht waren und aufgrund des bereits seit Monaten geplanten Lutzi-Skitrips auf einige Spieler verzichten mussten, müssen wir mit dem Punktgewinn in Poppenlauer absolut zufrieden sein. Am Ende ist es tatsächlich etwas ärgerlich, dass wir kurz vor Ende keinen Elfmeter zugesprochen bekommen und mit ein bisschen Glück sogar drei Punkte holen. Das Spiel in Sondheim war mindestens ebenso verrückt. Nachdem wir in der Woche zuvor auf dem Hartplatz in Poppenlauer gespielt haben, hofften wir auf ein besseres Geläuf in Sondheim, leider war auch der Platz sehr strapaziert durch die Trainingsbelastung und somit wenig Spielkultur und viel Kampfgeist gefragt. Hier haben meine Jungs absoluten Siegeswille bewiesen.

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Vom letzten Spiel weiß man wenig, der BFV hat keine Torschützen veröffentlicht. Kannst Du uns aufklären?
Alexander Schott: Das Spiel hatte insgesamt kaum Chancen und somit war es kaum verwunderlich, dass ein Standard zum Führungstreffer herhalten musste. Andre Karch wurde ca. zur 60. Minute halblinks knapp vor dem 16er gefoult. Den darauffolgenden Freistoß verwertete Fabio Erhard sehenswert. Auch der Gastgeber hatte die ein oder andere Chance, im Großen und Ganzen war das Spiel aber von vielen langen Bällen und unzähligen Spielunterbrechungen geprägt. Frank Seufert entschied mit einem kleinen Solo das Spiel, indem er kurz vor Ende zum 2:0 traf.

Hat sich während der Vorbereitung angedeutet, dass Ihr so ordentlich auswärts starten könntet? Zu den einzelnen Partien kommen wir nachher noch…
Alexander Schott: Die Vorbereitung war wie so oft eher durchwachsen, aber die Moral in der Truppe hat bei jedem einzelnen Training und Spiel gepasst. Das ist eine Grundvoraussetzung, auf die man aufbauen kann, und das haben wir Schritt für Schritt gemacht, so langsam greifen auch Autamatismen wieder, die eigentlich schon vor der Corona Pause selbstverständlich waren. Dennoch möchte ich den Start nicht überbewerten, wir sind wohl eher Nutznießer der restlichen Ergebnisse.

3:3 gegen Bezirksligist Altbessingen: Bedeutet das, Ihr könntet eine Liga weiter oben vielleicht mithalten?
Alexander Schott: Ich bin mir sicher, dass man Vorbereitungsspiele niemals überbewerten sollte. Schließlich fehlt mal hier und da der ein oder andere Leistungsträger, und diese machen dann oft schon den Unterschied aus. Besonders spielerisch müssten wir uns für die Bezirksliga sicherlich noch ordentlich strecken, aber die Mentalität meiner Jungs ist auf jeden Fall Bezirksliga-tauglich.

7:1 gegen Aura: Zeigte das auf, dass zwischen Kreisliga und Kreisklasse schon ein Unterschied besteht?
Alexander Schott: Auch hier darf man das Ergebnis nicht überbewerten. Bei Aura haben einige Stammspieler gefehlt, und wir haben einfach einen guten Tag erwischt. So ist das halt manchmal im Fußball. Ich kann mich ganz gut an das Pokalspiel gegen Münnerstadt erinnern, da haben wir sicherlich einen schwachen Tag erwischt und bei Münnerstadt ist in der zweiten Halbzeit einfach viel gelungen.

Beim Test in Münnerstadt, dem 1:4, hat auch Simon Snaschel wie schon im Pokalspiel fast wieder alleine besiegt. Magst Du ihm ein paar tröstende Worte senden, nachdem er ja wohl mit Knorpelschaden bis Saisonende ausfällt?!
Alexander Schott: Tatsächlich habe ich erst durch diese Interviewanfrage von Simons Verletzung erfahren. Ich habe mir direkt mein Handy geschnappt und ihm gute Besserung gewünscht. Simon ist einfach brutal fußballverrückt und ich wünsche ihm, dass es ihm gelingt die Verletzung schnellstmöglich auszukurieren.

Schauen wir mal auf die nächste Aufgabe: Riedenberg bei Euch, Zweiter, drei Punkte besser. Klingt irgendwie nach einem geilen Spiel, oder?
Alexander Schott: Das wird es bestimmt werden. Riedenberg war uns bis jetzt bei allen Begegnungen in unserer kurzen Kreisligahistorie deutlich überlegen. Hier zeigt sich oft die jahrelange Bezirksligaerfahrung, die die Jungs mitbringen. Mit Michael Leiber haben sie einen Trainer, der perfekt zu den Jungs passt und der enorm viel aus der Truppe herausholt. Aber natürlich würden wir uns freuen, wenn wir sie ein bisschen ärgern könnten.

Noch hat der FV Rannungen leichte Vorteile, was den Relegationsrang betrifft. Wie habt Ihr reagiert, als dessen Heimniederlage gegen Lauertal bekannt wurde – und fast parallel Riedenbergs Patzer gegen Wülfershausen?
Alexander Schott: Rannungen ist für uns immer ein absoluter Derbygegner und somit freuen sich die Jungs natürlich, wenn wir im direkten Duell gegen sie gewinnen. Leider ist uns auch das in der Kreisliga noch nicht geglückt. Ihre Niederlage gegen WMP war für uns doch etwas verwunderlich, da wir deren Stärke mehrfach zu selbst spüren bekamen. Riedenbergs Patzer hatten wir wohl gar nicht so sehr auf dem Schirm, denn wenn wir uns die Tabelle genau anschauen, dann ist diese einfach super eng. Wir haben bereits 19 Spiele gespielt und einige unserer Mitstreiter gerade einmal 17. Somit können also einige Kandidaten hinter uns noch sehr nahe an uns heranrücken, und somit sind wir denke ich gut bedient, wenn wir eher den Blick nach unten als nach oben in der Tabelle richten.

Wer fällt bei Euch am Sonntag aus und warum?
Alexander Schott: Wie bereits seit einigen Wochen wird unser Kapitän Maximilian Seufert uns weiterhin nicht zu Verfügung stehen. Er laboriert immer noch an einer Bänderverletzung im Knöchel. Ein großes Fragezeichen ist noch hinter Julian Göller, der am vergangenen Wochenende auch verletzungsbedingt recht früh vom Platz runter musste. Dann gibt es noch den ein oder anderen Coronafall, aber das sind Probleme, mit denen sich alle Vereine herumschlagen müssen. Wir machen das Beste daraus und sind uns sicher, dass wir eine schlagkräftige Truppe gegen Riedenberg auf den Platz schicken können. Vielleicht gelingt uns am Ende ja doch eine kleine Überraschung.

Der Fragensteller plant für Sonntag einen Besuch der Partie. Warum sollten auch alle anderen Fußballfans der Region mal vorbei schauen?
Alexander Schott: Rottershausen ist einfach ein fußballverrücktes Dorf, da ist jedes Heimspiel ein besonderes Erlebnis. Neben leckerem Bier gibt’s auch das ein oder andere Kaltgetränk, und auch ein Blick in das neugestaltete Sportheim wäre bereits ein Besuch in Rottershausen wert. Die Verpflegung nach dem Spiel ist ebenfalls top und bei Kicker, Dart und Fußballfachgesimpel kann man den Sonntagabend doch ganz passend ausklingen lassen.

Ende Juni heißt es bei Euch nach zwei Jahren Pause wieder „Ab geht die Lutzi“. Wäre dieses mehrtägige Musikfestival nicht ideal, um einen Aufstieg zu feiern? Oder dann doch lieber Malle?
Alexander Schott: Tatsächlich sind da alle Spieler beziehungsweise das ganze Dorf auf den Beinen und auch am Feiern, aber natürlich funktioniert ein solches Festival nur mit einer Vielzahl von Helfern, und somit sind eigentlich alle zum Helfen eingespannt. Dies ist auch für alle selbstverständlich und macht das Vereinsleben auch aus. Somit würde es dann wohl auf Malle hinauslaufen. Dies wäre zudem für mich persönlich eine Premiere, aber wir sind gut damit beraten, den Blick nach unten zu richten und uns hier abzusetzen. Denn alles andere wäre eine absolute Überraschung.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

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