Dienstag, 27. September 2022
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Trotz des x-ten Heim-Kantersieges: Dem FC 05 droht Tristesse im Regionalliga-Alltag – MIT VIELEN FOTOS!

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SCHWEINFURT – Ein Blick auf die Tabelle der Fußball-Regionalliga Bayern genügt um zu wissen, warum der FC Schweinfurt 05 zu 99 Prozent nicht Meister wird, aber auch um zu erkennen, dass die Schnüdel eigentlich das Potenzial dazu haben. Die Gründe für das sich anbahnende Scheitern in Sachen Titelverteidigung gehen aus den Daten eindeutig hervor.

Wer in 13 Heimpartien 32 Punkte einfährt, 2,46 im Schnitt, und dabei 54 Tore erzielt, 4,15 pro Partie, dürfte eigentlich gut genug sein für abermals Rang eins. Ganz im Gegensatz dazu stehen die 14 Zähler auswärts aus elf Partien (1,27 im Schnitt) und die 21 Treffer in der Fremde (1,91). Unfassbar eigentlich, dass der FC 05 einen seinen nur drei Auswärtssiege bei Tabellenführer Bayreuth mit einem deutlichen 3:0 einfuhr. Ohne diese Partie wären die Werte mit 1,1 und 1,8 noch schlechter. Bayreuth holte aus ebenfalls 13 von 19 Heimspielen vier Punkte weniger, auswärts aber schon 20 (!!) mehr.

Diesmal durften die Oberfranken wieder zuhause ran und lösten mit dem 3:0 gegen Heimstetten ihre Aufgabe erschreckend souverän. Immerhin 833 Zuschauer sahen den Sieg des Tabellenführers. Parallel kamen ins Sachs-Stadion gerade mal 313 Anhänger. Das erschreckende Desinteresse am Liga-Alltag hat längst mit Corona nichts mehr zu tun. Die Fans feuern nicht mehr an, ein Heimspiel des FC 05 bietet aktuell nicht mehr Atmosphäre als ein Bezirksliga-Kick in Werneck.

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Und dabei zeigten die Schweinfurter beim x-ten Kantersieg dieser Saison zuhause mal wieder teils begeisternden Fußball. Florian Pieper, Amar Suljic und Kevin Fery rückten für Meris Skenderovic, Amar Cekic und Marco Zietsch im Vergleich zur Niederlage in Nürnberg in die Startformation. Und nach ein paar Anlauf-Schwierigkeiten gegen zunächst starke Augsburger gab´s letztlich mal wieder ein Feuerwerk zu sehen.

Mit dem ersten Saisontor im sechsten Saisoneinsatz des lange verletzten Martin Thomann, sechs Tage zuvor noch ohne nennenswerte Aktion in Nürnberg. Der 27-Jährige traf auf Vorlage von Suljic nach nicht mal einer Viertelstunde zum 1:0, nach Suljics 2:0, vorbereitet von Pieper, nach einer Flanke kurz vor der Pause mit Traumschuss in den Winkel zum 3:0. Nach dem Seitenwechsel machten die eingewechselten Adam Jabiri (Saisontor 21) und Meris Skenderovic (14 und 15) alles klar.

„Hier haben sich viele Mannschaften schon eine Watschen abgeholt. Wir nun auch…“, musste Augsburgs Trainer Josef Steinberger eingestehen, „das war Lehrgeld, damit uns nach einer komplizierten Vorbereitung die Augen geöffnet werden. Wir haben von einer Spitzenmannschaft die Grenzen aufgezeigt bekommen, waren der passende Aufbaugegner, konnten in unserer Verfassung nicht bestehen!“

Sein Gegenüber Tobias Strobl war natürlich zufrieden, „weil wir eine gute Reaktion gezeigt haben, nachdem auf die Mannschaft nach Nürnberg viel eingeprasselt ist. Heute haben wir mit Mut und Selbstverständnis Fußball gespielt, das macht mich sehr stolz. Mit dem 3:0 war das Spiel auf unserer Seite, das hat den in der ersten Halbzeit extrem guten Augsburgern das Genick gebrochen“, weiß der Coach der Schnüdel.

Und trotzdem droht dem FC 05 Tristesse im Regionalliga-Alltag und in der kommenden Saison mit wohl Bayreuth zwar ein Meisterschaftsanwärter weniger, dann aber wahrscheinlich zumindest Bayern München 2 als harter Kontrahent und mutmaßlich auch Würzburger Kickers, die nach der nun 15. Saisonniederlage gegen Spitzenreiter Magdeburg zehn Partien vor Rundenende in der 3. Liga bei sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer wissen, dass die dort stehende Viktoria aus Berlin noch drei Nachholspiele hat.

Weiter geht´s für die Schweinfurter in der Liga auswärts bei Angstgegner Heimstetten, nach dem Heimspiel gegen Eltersdorf folgen die Partien in Unterhaching und in Eichstätt. Dazwischen am 8. März, 19 Uhr, wird es allemal heiß hergehen im Pokal gegen die Würzburger Kickers. Zuhause im Sachs-Stadion, wo die Schnüdel eine Macht sind…

Fußball, Regionalliga Bayern: 1. FC Schweinfurt 05 – FC Augsburg 2: 6:0 (3:0)
Schweinfurt: Luis Zwick – Thomas Haas, Nico Rinderknecht (ab 60. Amar Cekic), Lukas Billick (ab 58. Nicolas Pfarr), David Grözinger, Kevin Fery, Tim Kraus (ab 69. Marco Zietsch), Kristian Böhnlein, Florian Pieper (ab 46. Adam Jabiri, Amar Suljic (ab 60. Meris Skenderovic).
Tore: 1:0 (13.) Martin Thomann, 2:0 (38.) Amar Suljic, 3:0 (45.+1) Martin Thomann, 4:0 (55.) Adam Jabiri, 5:0, 6:0 (66., 86.) Meris Skenderovic
Zuschauer: 313

Ganz unglücklich verlief die Partie für den TSV Aubstadt in Rain am Lech. Bereits nach fünf Minuten flog Stürmer Mike Dellinger wegen eines großen Foulspiels am gegnerischen Torwart vom Feld. In Unterzahl waren die Grabfelder dennoch klar besser, kassierten aber in der 92. Minute (!) das entscheidende Gegentor durch Abdel Abou-Khalil. „Das war sehr glücklich heute. Aubstadt spielte sehr gut und muss normaler Weise 3:0 gewinnen“, gab Rains Trainer Christian Krzyzanowski nach der Partie zu.

Leider versäumten es die Grabfelder, alle Medien gleichzeitig von zwei Vertragsverlängerungen zu informieren: Ben Müller (24) bleibt bis 2024, Ingo Feser (26) gar bis 2025 beim TSV Aubstadt, der kommenden Samstag um 14 Uhr die Spvgg Greuther Fürth empfängt.

 

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