Freitag, 07. Oktober 2022
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Für den Planetenweg: P-Seminar-Preis Bayern 2022 für die Geographie-SchülerInnen des Olympia-Morata-Gymnasiums

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GOCHSHEIM / SENNFELD – Ein Projekt-Seminar ist ein von Schülerinnen und Schülern frei gewählter Kurs in der gymnasialen Oberstufe, der sich über das 11. und 12. Schuljahr erstreckt. Diese Seminare sollen den Lernenden wertvolle Orientierung bei ihrer Studien- und Berufswahl geben und sie auf die Anforderungen von Hochschule und Berufswelt vorbereiten.

Das Projektseminar am Olympia-Morata-Gymnasium im Leitfach Geographie des Jahrgangs 2020-2022 hatte sich zum Ziel gesetzt, mit einem maßstabsgetreuen Planetenweg die riesigen Entfernungen in unserem Sonnensystem und die Größe der Sonne im Vergleich zu ihren acht Planeten sinnlich erfahrbar zu machen. Dieser Planetenweg „Sonnensystem trifft Mainbogen“ wurde in den Fluren der Gemeinden Gochsheim und Sennfeld erfolgreich umgesetzt und am 15. Oktober 2021 eingeweiht.

An den 431 bayerischen Gymnasien finden jedes Jahr über 3000 solcher Seminare statt. Die Freude bei der Projektgruppe des Olympia-Morata-Gymnasiums Schweinfurt war demnach riesengroß, als sie Ende Januar erfuhr, dass sie neben zwei P-Seminaren vom Deutschhaus- und Wirsberg-Gymnasium in Würzburg den P-Seminarpreis des Regierungsbezirks errungen hatten und Unterfranken auch auf Landesebene vertreten durften.

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Insgesamt 24 Vorrundensieger aus den acht bayerischen Schulbezirken schafften diesen Sprung in die Endrunde. Den bayerischen P-Seminar-Preis vergibt das Staatsministerium für Unterricht und Kultus alljährlich mit drei Kooperationspartnern: der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW), dem Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft (BBW) und der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung der BMW-AG. Die Jury bewertet Konzept, Durchführung und Ergebnis der Projekte und auch die Einbeziehung der beruflichen Orientierung.

Geradezu elektrisiert hat die Seminargruppe und das Olympia-Morata-Gymnasium nun die Nachricht des Kultusministeriums, dass ihr Planetenweg auch den Landespreis geholt hat, gleichrangig neben drei weiteren hervorragenden Projekten aus Fürstenfeldbruck (Leitfach Geschichte), Icking (Leitfach Latein und Sport) sowie Burglengenfeld (Leitfach Chemie).

Bei der Online-Siegerehrung fühlten sich die versammelten Schülerinnen und Schüler ein wenig wie bei einer Filmpreisverleihung. Nach einleitenden Grußworten von Kultusminister Michael Piazolo und Christof Prechtl von der VBW wurden, jeweils professionell moderiert, die vier Preisträger und ihre Projekte vorgestellt. Dem Einspielen eines eigens gedrehten Imagefilm-Clips folgte eine ganz individuelle Laudatio, im Fall der Planetenweg-Gruppe durch Elisabeth Benz von der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung der BMW-AG. Darin hob sie die hohe fachliche Qualität, die Kreativität, die mustergültige Umsetzung einschlägiger Methoden des Projektmanagements, die ausgesprochene Teamfähigkeit und eigenständigen analogen wie digitalen Arbeitsweisen, das flexible Bewältigen coronabedingter Herausforderungen sowie das herausragende Ergebnis hervor.

Mit großem Geschick wurden für die Erstellung und Finanzierung des Planetenwegs Fördermöglichkeiten über das Regionalbudget der Interkommunalen Allianz der Schweinfurter Mainbogen-Gemeinden angezapft und gewerbliche als auch private Sponsoren gewonnen. Befragt nach den Motiven für ihre Wahl des Planetenweg-Themas gab Gruppensprecherin Michelle Rady an, dass es das unkonventionellste war und sie die Chance sah, durch ihren Beitrag etwas Hochwertiges und Nachhaltiges im Heimatraum zu schaffen, das interessierte Menschen aller Altersgruppen anspricht und weiterbildet.

Auf die Frage nach den Möglichkeiten der konkreten Arbeit im P-Seminar hob Projektleiterin Barbara Schug die außergewöhnliche Chance für eine vertiefte Beschäftigung mit fachwissenschaftlichen Inhalten und Methoden hervor sowie die vielfältigen Möglichkeiten für die Abiturienten, bei den zahlreichen außerschulischen Partnern persönliche Einblicke in Unternehmen, Verwaltungen und Berufsfelder zu gewinnen. Die beiden wichtigsten externen Partner der Projektgruppe, die Gemeinden Gochsheim und Sennfeld, waren bei der Siegerehrung vertreten durch ihre jeweiligen Bürgermeister. Diese beglückwünschten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin zur hochverdienten Auszeichnung und konnten ebenfalls Stellung beziehen.

Unten geht´s weiter…

Beide hatten der Schülergruppe von Anfang an ihr volles Vertrauen geschenkt, da sie das vorgestellte Konzept des Planetenwegs sofort als einzigartiges Projekt begriffen, welches die benachbarten Gemeinden nachhaltig aufwertet und deren freundschaftliche Kooperation stärkt, wie Sennfelds 1. Bürgermeister Oliver Schulze formulierte. Manuel Kneuer, 1. Bürgermeister von Gochsheim, lobte ausdrücklich das große Engagement der 14 Abiturienten, die bei allen Herstellungsprozessen in Zusammenarbeit mit den beteiligten Handwerksbetrieben und gemeindlichen Bauhöfen selbst aktiv Hand anlegten und mit ihrer Arbeit letztendlich ein in der ganzen Region einmaliges Bildungsangebot und eine absolut sehenswerte Attraktion, z. B. für Familien mit Kindern, geschaffen haben.

Die Projektgruppe erhält für ihre großartige Leistung eine Trophäe, individuelle Urkunden für jede(n) Teilnehmer(in) sowie ein Preisgeld von 500 Euro, das die Gruppe einer Hilfsaktion für ukrainische Kriegsopfer und Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchte. Dem P-Seminar unter der Leitung von Barbara Schug gehören Nicole Busse, Isabella Hub, Anita Löwner, Laura Lottis, Sophie Metz, Hannah Müller, Julia Müller, Sophia Müller, Mia Rabold, Michelle Rady, Marie Rosenthal, Johanna Steinmetz, Anabel Wolff und Felix Berthold an. Gerne hätten sie sich statt der Online-Siegerehrung auch ins Ministerium nach München einladen lassen. Auf die Frage nach ihrem nächsten Projekt war die einstimmige Antwort: „Abiturprüfung!“

Die 24 Vorrundensieger aller bayerischen Regierungsbezirke sind unter dem folgenden Link zu finden: https://www.sprungbrett-bayern.de/lehrkraefte/p-seminar-preis-2020/22/ . Auf diese Seite werden in Kürze auch die Image-Videos der vier ausgezeichneten P-Seminare hochgeladen.

Auf den Fotos:

* Die Projektgruppe mit Partnern bei der Einweihung des Planetenwegs am 15. Oktober (von rechts 1. Bürgermeister Manuel Kneuer, Gochsheim, 1. Bürgermeister Oliver Schulze, Sennfeld, Ursula Weidinger, Regionalmanagerin Schweinfurter Mainbogen).

* Die Projektgruppe weist bei ihrer Präsentation an der Station „Erde“ auf den begehbaren Größenvergleich des Sonnendurchmessers (1,4 Meter) mit der Erde hin, die kleine blaue Kugel oben an der Stele mit dem Durchmesser von 13 Millimetern.

* Die Planeten-Stelen aus heimischem Quarzit-Sandstein enthalten hochwertige 3D-Lentikularbilder und interaktiv drehbare Achsen mit maßstabs- und farbgetreuen Himmelskörper-Modellen. Hier der Endpunkt „Neptun“.

* Die runden Fundamente im maßstabsgetreuen Umfang der Sonne werden von der Schülergruppe in solarer Optik bemalt. Hier am Saturn.

*Anfangstafel über den Wegverlauf und andere Infos

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